Persönliche Assistenz

Was ist Persönliche Assistenz?

Persönliche Assistenz sind die am individuellen Bedarf orientierten Hilfen bei den täglichen Verrichtungen.

Zum Beispiel:

  • Hilfe im Bereich der Pflege wie die Unterstützung bei der Körper- und Zahnpflege,
  • Hilfe bei allen Transfers sowie beim Essen und bei Toilettengängen
  • Hilfe im Haushalt, z. B. beim Einkaufen, Kochen, Spülen, Wäsche waschen
  • Mobilitätshilfen, d. h. Begleitung und Unterstützung bei Unternehmungen außer Haus (auch im Rahmen der Freizeitaktivitäten und Arbeitsassistenz)
  • Kommunikationshilfen
  • Anwesenheit für unvorhergesehene Situationen, in denen schnelle, sachkundige Hilfe benötigt wird.

Diese Hilfen werden bestimmt durch die Lebensrealität der auf Assistenz angewiesenen Menschen (meist Assistenznehmer*innen genannt). Dabei ist eine Ausdifferenzierung in Einzelleistungen nicht sinnvoll bzw. häufig nicht möglich. Dies insbesondere, wenn nicht planbare pflegerische Leistungen im großen Umfang parallel zu anderen Leistungen anfallen.

Persönliche Assistenz dient der selbstbestimmten Gestaltung des Alltags in der eigenen Wohnung bzw. in einer selbst gewählten Umgebung. Es ist eine vom behinderten Menschen bewusst gewählte Versorgungsform und kann nicht gegen den Willen angewendet werden. Erforderlich ist sowohl personelle Kontinuität als auch Flexibilität in der Leistungserbringung, die erreicht wird durch „Hilfen aus einer Hand“.

Entscheidendes Kriterium der persönlichen Assistenz ist das Recht des Assistenznehmenden, seine Assistent*innen selbst anzuleiten und deren Einsatz zu organisieren. Er bestimmt selbst, wie, wann und wo die Arbeitsinhalte und -umstände verrichtet werden. Dabei kann der/die Assistenznehmer*in selbst entscheiden, welche*r Assistent*in die Arbeiten ausführt.

Persönliche Assistenz kann entweder als Persönliches Budget (im Arbeitgebermodell) oder in Form des Dienstleitungsmodells (durch einen Assistenzdienst) erbracht werden.